Entsendung ins Ausland

Was versteht man unter Entsendung?

Sie sind ein entsandter Arbeitnehmer, wenn Sie von Ihrem belgischen Arbeitgeber ins Ausland geschickt werden um Ihre Tätigkeiten eine Zeit lang dort auszuüben.

Auch ein Selbstständiger kann sich dafür entscheiden, sich selbst ins Ausland zu entsenden.

Solange Sie Ihre Sozialbeiträge in Belgien zahlen, behalten Sie das Anrecht auf Kindergeld für Ihre Kinder, die mit Ihnen ins Ausland ziehen. Dafür beantragen Sie eine Sondergenehmigung bei Ihrer Kindergeldkasse: Kontaktieren Sie Ihren Sachbearbeiter bei FAMIFED oder senden Sie eine E-Mail an info.bemiddeling@famifed.be.

Beachten Sie!

  • Falls im Land, in das Sie entsandt werden, ein Anrecht auf Kindergeld besteht, kann das Anrecht auf belgisches Kindergeld ein Zusatzrecht werden.
  • Kinder die während des Entsendezeitraums geboren werden, können auch Anrecht auf belgische(s) Kindergeld/Geburtsprämie haben.

Entsendung in einen EWR-Mitgliedstaat

Es kann ein Anrecht auf belgische(s) Kindergeld und/oder Geburtsprämie bestehen.

  • Der entsandte Arbeitnehmer muss die Staatsangehörigkeit eines der beteiligten Mitgliedstaaten haben. Hat der entsandte Arbeitnehmer eine doppelte Staatsangehörigkeit? Dann genügt es für eine der beiden Staatsangehörigkeiten Anspruch zu haben.
  • Der Kindergeldanspruch gilt für einen maximalen Zeitraum von zwei Jahren und kann bis zu höchstens fünf Jahren verlängert werden.

Entsendung in ein Land, mit dem Belgien ein bilaterales Abkommen abgeschlossen hat

Belgien hat mit einer Anzahl von Ländern, die nicht zum EWR gehören, ein bilaterales Abkommen abgeschlossen (z.B. Marokko, Tunesien, Algerien, Mazedonien, usw.). Jedes Abkommen hat bestimmte Bedingungen in Bezug auf das Anrecht auf belgisches Kindergeld oder Geburtsprämie. Auch die maximale Aufenthaltsdauer wird in einem Abkommen festgelegt.

Für weitere Auskünfte können Sie sich mit unserer Dienstelle Mediation (info.bemiddeling@famifed.be) in Verbindung setzen.

Entsendung in ein Land außerhalb des EWR, mit dem Belgien kein bilaterales Abkommen abgeschlossen hat

Das Anrecht auf belgische(s) Kindergeld/Geburtsprämie bleibt höchstens sechs Monate weiterbestehen. In Ausnahmesituationen kann es um einen weiteren Zeitraum von sechs Monaten verlängert werden.

Welche Länder gehören zum EWR?

Belgien, Bulgarien, Zypern, Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Ungarn, Irland, Island, Italien, Kroatien, Lettland, Liechtenstein, Litauen, Luxemburg, Malta, die Niederlande, Norwegen, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, Tschechien, Slowakei, Spanien, Großbritannien und Schweden.